Mit ‘Start Festival’ getaggte Artikel

START! Festival @ Den Brune Kødby, 16.06.2011-18.06-2011

Ich verabschiede mich in die Sommerpause. Eine Masteraufgabe will geschrieben werden. Aber kurz gibt’s noch Videos von den Bands, die ich auf dem START! Festival 2011 – wo ich für das Festival TV gearbeitet habe – gesehen habe. Das Ganze mal ohne Kritik und überflüssige Worte. Enjoy!

Donnerstag:

JetFlower – Leider nur ein Interview mit kurzen Liedpassagen.

Penny Police

Lis Er Stille

Lastbandalive

My bubba & Mi

Freitag:

Late Night Venture

Leap Over Light

DreamJockey

Samstag:

Orange Monks

Bjergtaget

Ingenmandsland

Pink Marines

Mary May Love

The Eclectic Moniker

Jet Flower + Bjergtaget + Ingenmandsland @ Ideal Bar, 25.05.2011

Wir sind wieder eingeladen, um Fernsehen vom START! Festival zu machen. Auf dem START! spielen – im Gegensatz zum SPOT, dass gerade in Aarhus vom Stapel läuft – ganz neue Bands und es ist eher für einheimische Booker und Lable-Leute gedacht, während das SPOT auf den ausländischen Markt abzielt.

Um ein wenig für das START! zu reklamieren, werden 3 kleine Konzerte in der Ideal Bar abgewickelt: Ein Showcase für Hip Hop, einen für die elektronische Musik und der heutige Abend steht im Zeichen der Singer/Songwriter. Während es zu Beginn noch nicht besonders voll ist, trudeln die Menschen langsam gegen halb elf ein, kommen von oben aus dem Store Vega, wo Jenny Wilson ihr Gastspiel gegeben hat. Und eben jene Jenny Wilson kommt irgendwann auch kurz runter, sitzt und groovt verschwitzt und etwas apathisch vor der kleinen Bühne, bevor ihr Tourbus sie nach Aarhus zum SPOT bringen soll.

Jet Flower geben heute ihr allererstes Konzert und meistern ihr Set souverän. Bjertaget und Ingenmandsland singen auf Dänisch und der Preis für das netteste Video geht ganz klar an letztere. Auch wenn man kein Wort versteht, darf man einen kurzen Blick riskieren.

PS: Diesen Abend habe ich auch zu wissen bekommen, dass Balcony TV, das ich ja letztens im Zusammenhang mit Il Tempo Gigante erwähnt habe, jetzt auch in Kopenhagen gestartet ist. Bisher noch nicht besonders cool und mit einer nervigen Moderatoren (die mal eine scheiß Platte gemacht hat), aber das wird wohl noch.

Sothern Gothic Tales @ Huset, 9.04.2011

Bevor das nächste Wochenende anbricht, sollte ich ja noch schnell mein Konzerttagebuch weiterführen. Nach dem Konzerthopping am Freitag ging es weiter. Erst wieder auf Kødbyen, wo das Start! Festival Programmrelease hielt und dann aufs Huset, wo Southern Gothic Tales sich für ihre zweite LP feiern ließen.

Das Start! Hat gerufen und alle sind sie da. Naja, einige sind da. Zum Programm darf man sagen, dass ich sehr glücklich damit bin. Neben Lis Er Stille – die eine Überraschung sind, weil sie bereits zwei Platten veröffentlicht haben und das Festival eigentlich für Newcommer ist – spielen auch Dreamjockey und Leap Over Light. Letzter haben gerade sehr gute Kritiken für ihre Demo bekommen und erinnert euch doch bitte, wo ihr sie das erste Mal gehört habt. Ja, genau! Hier.

Dass Leap und Dreamjockey gleichzeitig spielen? Ja, nicht ganz so glücklich.

Danach gings weiter in die Innenstadt zum Huset i Magtsræde. Southern Gothic Tales gehen erst um 10 auf die Bühne und Anders Riis will erst nach dem Konzert ein Interview geben. Zeit für uns ins Parterre zu gehen. Hier feiern gerade die Sozialisten eine Party und man darf – ganz solidarisch – bezahlen, was man will. Wir bezahlen nichts; sind ja Journalisten. Zu meiner Freude geht just in den Moment, wo wir unten sind, Mixtune For Cully an die Instrumente. Ich wollte Aage Hedensted, der im Oktober 2008 die erste Platte „We know Where The Aircrafts Hide” rausgegeben hat, immer schon mal live sehen; und da er in Aarhus wohnt, kommt er eher selten in die Stadt der Könige. Der Sound auf der improvisierten Bühne war allerdings mies, aber nach einer Weile haben wir den Happy Spot gefunden. Also: Sozialisten haben die beste Mucke, aber den schlechtesten Sound. Word!

Aber das war ja alles nur ein kurzer Abstecher. Wir sind hier wegen den Tales, die oben im Musikcafen spielen, und als wir um kurz vor Zehn da sind, sind sie auch schon auf der Bühne und spielen Where Everybody Drown. Bassist Moogie Johnson, war gestern wohl noch etwas länger im KB18 und trägt die absolut, wirklich absolut dümmste Sonnenbrille. Huset ist hier oben etwas leer, aber die Stimmung ist gut und konzentriert und die Band spielt großartig. „Es ist schwierig, so deprimierende Songs zu spielen, wenn man eigentlich so gut gelaunt ist“, sagt Riis irgendwann.

Während die erste Platte „In Every Seaport Town“ von der Flucht aus der Kleinstadt handelt, ist der Nachfolger „Modern Man“ eher von einer Art innerem Eskapismus geprägt und vielleicht auch eine Studie übers Saufen in der Großstadt. Ich hoffe, demnächst eine Review zu bringen. Als wäre diese Band nicht an sich schon gut genug, gesellen sich noch irgendwann Frederik Thybo (CODY) mit seiner Violine und Camilla Munck (Munck//Johnson) mit ihrer tollen Stimme zu den fünf Musikern. Und mehr möchte ich erstmal gar nicht erzählen. Wie gesagt: Eine Plattenkritik kommt wohl demnächst.

Start! TV

Veröffentlicht: 04/06/2010 in Neues/Vermischtes
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Während ich mich noch ein Wochenende bei strahlendem kopenhagener Wetter durch eine Semesterarbeit quäle, gibt es hier nochmals etwas in Sachen Radio. Se Tschörmans sollen, wie bekannt, das Start!-Festival begleiten. Von Donnerstag bis Samstag wird in Zusammenarbeit mit dem Uradio von 16:30-22:30 live vom Festivalplatz gesendet, wobei unsere Show, die den wunderbaren Titel „Four Sheets to the Wind in Copenhagen“ tragen wird, und von 20:30-22:30 zu hören ist.

Anzumerken ist, dass sich die Macher vom Start! überlegt haben, dass es dieses Jahr doch schön wäre, das alles bildlich zu untermalen und es sich anscheinend um TV handeln wird…

Wie genau das von statten gehen soll? Das wird sich zeigen. Da sind Hinnerk und ich bisher genau so blank, wie alle anderen (inklusive der Macher). Aber einen ersten Vorgeschmack gibt es hier und die Idee ist anscheinend, dass es an den 362 Tage im Jahr, an denen es kein Festival gibt, eine Art visuelle Musikzeitschrift für den kopenhagener Untergrund werden soll.

Na, wenn es keine größeren Visionen gibt…

Man darf gespannt sein.

Der wohl berühmteste Vogel der letzten Jahre ist tot! Zumindest auf dem OBS-Plakat. Und gleich neben dem toten Piepmatz steht das Motto dieses Jahres: „Das kann man nicht twittern“ – und dann stellt sich natürlich die Frage, ob man es denn bloggen kann.

Tja, bloggen könnte man das ganze wohl, aber da das Orange Blossom Special in Beverungen im Garten der Glitterhouse-Villa – das wohl schönste und familiärste Festival, das ich je besucht habe – nur peripher etwas mit skandinavischer Musik zu tun hat (Es gab die großen Gesten von Kashmir und die vergleichsweise eher kleine Melancholie der Schweden von Golden Kanine), lasse ich es einfach und poste hier nur die Reportage, die Hinnerk und ich gemacht haben, sobald sie fertiggeschnitten wurde; was hoffentlich spätestens nächsten Dienstag passiert.

Golden Kanine auf dem OBS

Aber die Festival-Saison hat also ernsthaft begonnen: Meine Akkreditierung für das Roskilde Festival ist angekommen und vom 10.-12. Juni steht erstmal das Start!-Festival an, wo Se Tschörmans eine tägliche Show moderieren dürfen. Der ganze Spaß wird dann auch live im Internet zu hören sein.

Und wie war das noch mit der Schwalbe und dem Sommer? Das Wetter ist glücklicherweise Rechtzeitig auf dem Weg der Besserung, die Vulkanasche sich wohl am beruhigen. Da braucht man auch keine Vögel mehr.