Mit ‘Leap Over Light’ getaggte Artikel

Keine Top10 Albenliste dieses Jahr, aber worauf ich mich 2012 freue, kann hier nachgelesen werden.

Eigentlich sollte ich wieder eine Top 10 der besten dänischen Alben machen. Aber wie, wenn es keine zehn guten gegeben hat? Ich müsste sie auffüllen mit Platten von Let Me Play Your Guitar oder The New Spring. Und das wäre doch eher etwas deprimierend gewesen – zumindest, wenn man sie auf den vorderen Plätzen gefunden hätte. Natürlich gab es in diesem Jahr auch eine Handvoll guter EPs von Jogil Knif, Leap Over Light oder From Sarah. Aber wie ich es wende und drehe, ich habe mich schlussendlich dagegen entschieden, eine gemischte Liste zu machen.
Es bleibt aber festzuhalten, dass sowohl E Birds „Lake Of No Land“ und „Modern Man“ von Southern Gothic Tales um den ersten Platz gerungen hätten – gut dass ich die Entscheidung jetzt nicht mehr treffen muss.

Aber wer veröffentlicht etwas in diesem Jahr?
Pinkunoizu habe ich ja schon für letztes Jahr angekündigt. Dann sind leider die Riots in England dazwischen gekommen. In deren Folge ist ein Lagerhaus abgebrannt, wo ein Haufen Independentlabels ihre Platten liegen hatten, und so dauert es also noch etwas (nämlich bis März), bis „Free Time“ in die Läden kommt. Ein neues Video gibt es trotzdem jetzt schon:

Monkey Cup Dress waren auch schon letztes Jahr auf meiner Wunschliste. Dann sind einige Dinge dazwischen gekommen (Aber nicht die Riots) und es ist immer noch nicht offiziell, welches Label das fertigproduzierte Album veröffentlichen soll. Aber es soll 2012 kommen, sagen sie… Andre Veröffentlichungen von Copenhagen Collaboration dieses Jahr kommen endlich von CODY (Hätte im März sein sollen; allerdings habe ich gerade über meinen Knopf im Ohr erfahren, dass sich das um unbestimmte Zeit verschieben wird) und Sleep Party People stehen kurz vor dem Release ihrer zweiten Platte, die „We Were Drifting On A Sad Song“ heißt und am 09.04. erscheint. Die erste Single heißt A Dark God Heart:

Desweiteren wird die Debut-LP von der CC-Band From Sarah gerade jetzt gemastert. With No Arms And Legs gehen demnächst auf Europatour; im April geht es nach Berlin und Umfeld, wo sie dann von Leap Over Light begleitet werden. WNAAL veröffentlichen dieses Jahr wohl eine EP, die die bedauernswert schlechte LP von 2011 hoffentlich vergessen lässt und ihre Liveenergie einfängt, und auch von LOL erscheint wohl eine LP als Nachfolger von „Wild Oak“.

Leap Over Light: Cumulus

JetFlower stehen auch schon länger an. Das Album „We Walk Alike“ ist fertigproduziert, allerdings gibt es bisher keine Infos darüber, wann und wer sie veröffentlicht.

JetFlower: Something To Someone / The World Is Mine

Auf meiner Wunschliste für 2012 stehen dann noch eine LP von Jogil Knif und eine von The Boombox Hearts. Und das ist dann, worauf ich mich dieses Jahr freue. Ach ja, und natürlich Hammonds, Harrington & Destroy. Hier ist ein Interview und bei den Liveaufnahmen sieht man mich vorne rumspacken; Wo ist Walter?

START! Festival @ Den Brune Kødby, 16.06.2011-18.06-2011

Ich verabschiede mich in die Sommerpause. Eine Masteraufgabe will geschrieben werden. Aber kurz gibt’s noch Videos von den Bands, die ich auf dem START! Festival 2011 – wo ich für das Festival TV gearbeitet habe – gesehen habe. Das Ganze mal ohne Kritik und überflüssige Worte. Enjoy!

Donnerstag:

JetFlower – Leider nur ein Interview mit kurzen Liedpassagen.

Penny Police

Lis Er Stille

Lastbandalive

My bubba & Mi

Freitag:

Late Night Venture

Leap Over Light

DreamJockey

Samstag:

Orange Monks

Bjergtaget

Ingenmandsland

Pink Marines

Mary May Love

The Eclectic Moniker

The Boombox Hearts + Leap Over Light + Steffen Smith & Deathsquad @ Trinitatis, 14.06.2011

Während des Sommers gibt es in der Trinitatis Kirche (die mit dem runden Turm) sogenannte Musikgottesdienste. Wahrscheinlich um die „Kids“ anzuziehen. Zwei oder drei Bands geben sich dann die Ehre, spielen ihr Set. Zwischendrin gibt es dann kurze Predigten, die musikalisch – meistens vom Bandgitarristen – unterlegt werden. Hier gibt’s jeweils einen Song von den drei Bands, die ich mit meinem kleinen, lieben DRM85 Flashmic aufgenommen habe.

Steffen Smith & Deathsquad: Even Now Live @ Trinitatis (Original song included on the EP “Steffen Smith & Deathsquad”) Kaufen


Leap Over Light: Give Me A Pill Live @ Trinitatis (Song not included on the EP “Wild Oak”) Wild Oak - Leap Over Light


The Boombox Heart: Cover Me Live @ Trinitatis (Origninal song included on the EP “Monte Carlo”) Monte Carlo - The Boombox Hearts


Leap Over Light: Wild Oak (Eigen Vertrieb), VÖ: 06.06.2011 Wild Oak - Leap Over Light

Im Januar waren Julie Aagaard und Lennart Rasmussen zu Gast bei uns im Radio. Im April wurden sie von der rennomierten Musikzeitschrift Gaffa zur Demo des Monats gewählt und nun erscheint ihre erste EP „Wild Oak“.

Die erste Nummer, Thousand Lies, beginnt schnell und unerwartet: „You’re such a good girl / You’re gonna go far / Always do your homework / Always work so hard / Always say thank you / And finish your plate / In bed by ten up at work at eight”, alles serviert auf einem hektischen Electrobeat, der in einem schwebenden Chorus mündet: „Wash me Down / I am dirty / I smell like / A thousand Lies” – sind alles nur Lügen?

Die drei folgenden Nummern sind langsamer, eine Klarinette spielt etwas wild und unbändig, ein trauriges Cello taucht auf und verschwindet wieder aus einem Klanguniversum, das mal dreckig, mal verführerisch schön klingt. Lennart Rasmussens Gitarre sorgt für die melancholische Grundstimmung. Julie Aagaards Stimme schwebt über dem Ganzen, betrachtet die Welt von oben.

Leap Over Lights zweites Lied, We Hang A Lot, berichtet von den endlosen Zweifeln, die Liebe mit sich bringen kann, wie sie schmerzt und heilen kann: „The cruelest things you say come out like music – you sound / Like a rusty, old, weathered, cynical buffoon / I forgive your lack of faith”. Howl At The Sun, den Leap Over Light im Februar bei uns im Radio gespielt haben, ist eine Abrechnung mit dem Hedonismus einer egoistischen Jugend, die nichts mehr sieht, nichts mehr kann, alles will und nichts erreicht. Sie betet eine Sonne an, die für alle Ewigkeit herabscheinen wird, die erbarmungslos zuschaut, was wir hier unten mit unserem belanglos kurzem Leben treiben: „Stare into the light / Till it burns holes in your souls / Sunstroke and /Drunk and cold /We fake our way / Through self-indulgent charity / We look good / Before we´re old“ – ein Lied mit dem potential, es auch in das dänische Formatradio zu schaffen.

Jugendblüte Ungeduld, doch viel zu schnell werden wir erwachsen, ohne uns zu kümmern, ohne zurück zu blicken. Das Alter kommt. Und mit dem Alter der körperliche Verfall. „A rough and weathered wild oak / Toughened by the times / Weakened by a heartache / […] / A weak and battered tree stump / An excuse for himself”, besingt Julie Aagaard im letzeten, für diese EP namensgebenden, Lied das Unabwendbare. Die Gitarre lässt die Gefahr, dass wir nichts aus unserer wenigen Zeit machen, erahnen, ein Cello beweint unseren Stumpfsinn.

„Wild Oak” könnte der Anfang einer kleinen dänischen Indie-Karriere sein und vielleicht sogar der Anfang von etwas ganz, ganz Großem. Sie sollten nicht zu lange mit dem Longplayer warten.

We Hang A Lot

This post will be at top of this blog until 28.05.2011. [Edit 31.05.2011: The winners are found. Look here.]

Oh, hi there. Thanks for stopping by.

I guess you started your quest at Goombay.dk and they brought you to my little blog where I write in German about the amazing Danish music scene. Somewhere on FOUR SHEETS TO THE WIND IN COPENHAGEN you can find the next clue how to win a ticket for Roskilde Festival 2011! Oh, and two people will win a ticket! And there are some CDs from artists who are playing on Roskilde this year!

1. prize: 2 x 1 ticket for Roskilde Festival 2011
2. prize: 4 x 1 Lykke Li: Wounded Rhymes
3. prize: 3 x 1 Deadmau5: 4×4=12

And while you are looking around You could listen to one of my new Danish indie-favourites: Leap Over Light who will release the debut EP “Wild Oak” in the beginning of June. You can see Leap Over Light live at the START! Festival 2011 and I think they could pretty much be the “next thing” in DK.

Leap Over Light: Howl at the Sun



If you like it a little less serious listen to Beurre Noir! I just had the honor to see them live as support for Baby Woodrose and I must say, Beurre Noir! impressed me more than the main act. Three characters who looks like they jumped out of Tarantino/Rodriguez-movie playing strange punk/hardcore. They released the debut “Golden Virgina!” in 2009.

Beurre Noir!: Ponyponypony




Good luck on this little quest!

Bandbase-Legat Fest @ Huset i Magstræde, 23.04.2011
Leap Over Light @ Cafe Retro, 23.04.2011

Im Huset i Magstræde wurde In Memoirs, der Gewinner des Bandbase-Legates 2011, gefeiert. Doch die bessere Musik spielte woanders.

Bereits früh, um kurz vor acht, beginnt der Abend, an dem hier fünf Bands auftreten sollen. Den Anfang macht Shout Wellington Air Force-Vorsänger Bastian Kallesøe, der unter dem Namen The New Spring (Reinhörtipp: A Fox In The Snow) im März sein Solodebut veröffentlicht hat. Er ist alleine auf der Bühne, zeigt seine ausgezeichneten Fähigkeiten an der akustischen Gitarre, aber auch, dass seine Stimme ohne Hintergrundchor etwas dünn klingt und es an Melodie fehlt. Nicht dass die sieben Lieder schlecht sind, doch fehlt es etwas an einer essenziellen Spannung.

Mit Spannung wurde In Memoirs erwartet; nicht unbedingt von mir, ich habe mir die Musik auf Bandbase angehört und war nicht sonderlich beeindruckt. Aus 17.000 Bands wurde Morten Fillipsens Projekt ausgewählt, bekam Studiozeit, einen Scheck über 5.000 Kronen, ein Photoshooting und Jobs auf diversen Festivals im Sommer. Warum? Ich bin mir wirklich sehr unsicher. Ne, eigentlich habe ich wirklich keine Ahnung, doch das Feld der Nominierten war auch überschaubar: Außer In Memoirs waren es Asbjorn and the Strange Ears, Billow, The Kites, Hay Hay, LeKlik, Markens Mafia, Hunch Bettors, Hybschmann , Freja Loeb , 4 Guys From The Future, Forgotten Fields On Fire (Ihr dürft euch selbst die Mühe machen, die alle auf Myspace zu finden).

Nach zwei entsetzlichen Songs verlassen wir Huset – wollen um halb zwölf zu The Kites zurückkommen – und trinken ein Bier am Kanal, um den letzten Sonnenstrahlen des Tages zuzuprosten. Danach gehen wir ins Cafe Retro… und wann habt ihr das letzte Mal einen Mann bei einem Konzert gesehen, der sich eine Träne verkneifen musste? Um Viertel vor Zehn betreten die hier schon viel zu oft erwähnten Leap Over Light die kleine Bühne. Insgesamt sind vielleicht 30 Menschen im Cafe, dort, wo man die Musik hören kann, sieben. Und der Sound ist gigantisch! Ich habe hier vor ein-zwei Jahren Jacob Faurholt gesehen, der mit einer Klampfe gegen Cafégemurmel angesungen hat; nichts im Vergleich zu Heute. Auch hier ist jemand, Anders (wie ich später erfahre) – der seinen Mund nicht halten kann. Doch waren das immer wieder Worte wie „Unglaublich“, „Nein, wie krass“ und andere verblüfte Aussagen. Als ich später draußen mit ihm rede, kann er nicht aufhören zu erwähnen, dass das wohl „Das nächste große Ding“ sei. Mal sehen. Wie hemmungslos wird er wohl weinen, wenn die EP „Wild Oak“ Ende Mai, Anfang Juni erscheinen?

Zurück im Huset gibt’s The Kites – deren EP „The Kites Are On“ übrigens hier downzuloaden – und die sind ohne große Probleme einzuordnen: `60er Gitarrenpop. Etwas belanglose Texte, doch was macht das, wenn die Stimmung gut ist. Der Hit, Lizzie, wird natürlich auch gespielt: „Sweet Lizzie / Do you think I’m cheasy?“ Ja, ein bischen. Macht aber nichts, als wir raus in die Nacht gehen, um noch eine Bier auf Vesterbro zu trinken. Vielleicht haben wir heute den Anfang von etwas Großem gesehen. Leap Over Light jetzt, nicht The Kites… Die sind eher was nettes Kleines für zwischendurch.