Mit ‘Anders Thrane’ getaggte Artikel

Während das Jahr sich dem Ende zu neigt, die Tage kürzer und die Indie-Plattenreleases weniger werden, gibt Kopenhagen nochmal alles, um die müden Menschen mit Livemusik zu beglücken. Ein kurzer Überblick über dieses Konzertwochenende.


Anders Thrane-releaseparty, Operaen, 15.10.2009

Ein kalter, aber sonniger Nachmittag auf Staden (Christiania). Wir zeigen einigen Freunden aus Deutschland die „Fristad“ in mitten dieser gegenkulturfeindlichen Hauptstadt Dänemarks; die Bars und Cafés, die schrägen und farbenfrohen Häuser, den großen See in der Mitte, die Pusherstreet, wo nach vielen Jahren das Hasch wieder offen feilgeboten wird – All das, was Christiania zu einer der Haupttourismusattraktionen der Stadt gemacht hat. Umso erstaunlicher ist der jahrelange Kampf, den die Christianitter führen müssen, um nicht auch von der allumfassenden „normaliseringspolitik“ der Regierenden geschluckt zu werden.
Behold jeres ret. Vi vil bare ha’ lov!

Anders Thrane

Anders Thrane

Später entscheiden wir uns gegen die vegetarische Küche des Morgenstedet und begeben uns schon früh in Operaen, um vorzüglich und billig zu essen. Operaen ist wahrscheinlich eine der schönsten Konzertvenues in KBH, bunt und gemütlich, nur die Überdosis Amy Winehouse, die aus den Boxen wabert und einen einlullt, nervt nach einiger Zeit gewaltig.

Um 21:00 Uhr – inzwischen ist es voll geworden und wir sind glücklich über unsere Sofaplätze – betritt Anders Thrane zunächst alleine mit seiner akustischen Gitarre die Szene, spielt 21 Minuters Solopgang und Nye Sko. Dann kommen zu Kaotikum ein E-Piano und eine Rassel hinzu und zum vierten Lied ist das Sextett dann komplett auf der Bühne. Alle 11 Lieder von der Debutplatte werden gespielt.

Irgendwann möchte Thrane unserer Radioshow das Lied Blaat Lys widmen: „Das geht raus an… ein kleines, ähm, Radio, in ähm… Langby? Ähm, ich versuch mal lieber, nichts falsches zu sagen“, lass uns sagen, dass der Gedanke zählt und nach dem Konzert während unseres kurzen Interviews entschuldigt er sich dafür, das nicht mehr zusammen bekommen zu haben. Schon ok.

Thrane schließt das Konzert wieder alleine mit einem neuen Lied, Sorte Sjæl, und um 22:00 Uhr ist Schluss.

Es ist wirklich erstaunlich, dass dieser Herr noch keinen Plattenvertrag hat. Vielleicht erzählt das viel über die Industrie. Warum sollte sie jemanden signen, der auf Dänisch singt? Nur in der Hoffnung, dass er in vielen Jahren vielleicht, mit viel, viel Glück einen Kim Larsen als Nationalpoet ablösen könnte, und dann endlich Geld einspielt?
Für Thrane war es aber wichtig, die Lieder, die er in den letzten Jahren geschrieben hat, endlich rauszuhauen, einen Schlusspunkt zu setzten und eine neue Periode einzuleiten, und arbeitet schon an einem Nachfolger seiner Debutplatte, der bedeutent dunkler ausfallen soll.

Anders Thrane Myspace


Caspian & The Good Times und Hero Horns, Rust, 17.10.2009

Hinnerk und ich sind am Samstag um 20:00 Uhr zum Interview mit Caspian Christiansen und dem Gitarristen Christoffer Høg von Caspian & The Good Times im Rust verabredet. Zuvorkommend bieten sie uns Backstage-Bier an – Das Rust bezahlt ja eh – und wir haben ein sehr interessantes Gespräch über Szenenangst, darüber, was die „Guten Zeiten“ sind, über Sibirien, Schweden, Eyeliner und darüber, ob nicht alle Gymansienbands die besten Bands der Welt sind.

Caspian@

Caspian Christiansen

Aus ihrer alten Band Codroe hervorgegengen, dem Eyeliner und dem Gymnasium schon längst entwachsen, spielen die fünf Jungs um Caspian einen wundervoll melancholischen Folk: „Throw your eyes around / And I will give you a taste of me / Born in late July / With a glimpse of sadness in my eyes / On my way to the backworld / I know no words / So I started to / Cry and sing about the merry lies” (Playground), vielleicht sind die guten Zeiten auch die, die schon hinter einem liegen.

Vor dem ausgezeichneten Konzert der Jungs sollten aber Hero Horns spielen. Schon Backstage war der Name Grund für einige betrunkene Wortspiele, Johannes Nidam (halblanges, schwarzes Haar, Long Beach-Truckercap und Holzfällerhemd, ekstrem whitetrashig) und Anders Lemholt lieferten allerdings ein sehr schönes Set. Anfangend mit Lisas House führten sie uns eine Stunde lang durch 12 Songs von Americana über Blues zu Folk und zurück. Diverse Gäste (u.a. Caspian an der zweiten Gitarre und später im Kor und die wundervolle Rebekka Maria) rundeten ein starkes erstes Konzert ab.

Wehrmutstropfen im Rust war der wie immer miserable Sound, wenn man vor der Bühne steht (Heute war für die ca. 80 Leute sitzen angesagt). Allerdings hat sich das Rust perfiderweise auch noch zwei Rauchanlagen aufgestellt, die links und rechts für viel Lärm und wenig Rauch sorgten. Diverses Intervenieren beim Mischer half da auch nichts.

Vor dem Caspiankonzert ging es noch kurz an den Kühlschrank, dessen Inhalt sich schon bedenklich dem Ende zu neigte. Nach dem ersten Song und der frage ins Publikum, wie denn der Sound sei, schalten wir die Rauchanlagen so provokativ wie möglich ab und endlich ist Ruhe, um sich einer Stunde lang dem Klang dieser neuen dänischen Band hinzugeben. Um Mittenacht war es dann vorbei, der Kühlschrank wenig später leer und die Nacht in Kopenhagen entsetzlich kalt.




Interview mit Caspian & The Good Times auf Dänisch. Erstmals gesendet am 20.10.2009 auf XFM, Se Tschörmans. Geführt von Jan Hinnerk Petersen und Jan Christoph Hajek. Schnitt und Zusammenstellung Jan Hinnerk Petersen.




Caspian & The Good Times: I Am On Fire And You´ve Got Ice, unplugged@Rust Backstage. Aufnahme Se Tschörmans.

Caspian & The Good Times Myspace
Hero Horns Myspace
Codroe auf Bandbase


Manges Nargilé, Folkets hus, 18.10.2009

kirkeasyldkAm Sonntagnachmittag war im Café Under Konstruktion vom Folkets Hus Soliparty für die abgeschobenen Iraker. Folkets Hus ist seit 25 Jahren ein mehr oder weniger besetztes Haus, von woaus Friedensdemonstrationen, und -Aktionen geplant werden, es gibt Proberäume, Künstlergruppen, Radio und vieles mehr. Die Tresenkräfte im Café arbeiten gratis und, nein, Kopenhagen ist nicht Berlin und das alles keine Selbstverständlichkeit mehr in Zeiten der „Normalisierung”.
Heute wurden T-Shirts bedruckt und verkauft, es gab Essen, Tee, Kaffee, Bier und zur musikalischen Untermalung spielten Manges Nargilé auf. Die Band spielt Rembetiko, ein griechische Volksmusikvariante, die in den `20ern aus der Subkultur hervorgegangen ist. Die Lieder sind langsam, simpel und melancholisch. Es werden Missstände aufgezeigt und über die Menschen am Rande der Gesellschaft berichtet. Seit einiger Zeit spielen Manges Nargilé zusammen, die Texte aus dem Griechischen übersetzt ins Dänische, wobei sie darauf achten, trotz eigener moderner poetischen Interpretation, dicht am Geist der ursprünglichen Inhalte zu bleiben.

Manges Nargilé Myspace

Der erste Stein in der Mauer

Veröffentlicht: 14/10/2009 in Plattenkritik
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Anders Thrane: Ildsjael (Eigen Vertrieb/Loud Promotion), VÖ: 19.10.2009

ThranecoverMal catchy und radiotauglich, dann wieder intensiv und gewaltsam. Anders Thrane malt Melodien und schreibt Texte, die der erste Stein sein könnten, der diese Gesellschaft zum Einsturz bringt.

Anders Thrane malt. Malt die Menschen in der Großstadt. Die photographierenden Touristen auf den großen offenen Plätzen, die Poeten in den Hinterhöfen, die Verlierer in den Gossen und Bodegas dieser Stadt. Die Menschen, die sich zeigen und die, die sich verstecken. Mal nüchtern, mal betrunken und alle haben eine brennende Seele. Ildsjael (Flammende Seele) ist ein mehr als überzeugendes Debutalbum für einen 24-jährigen, der gerade erst anfängt, seine Umwelt zu erfahren, und zeichnet dabei eine dänische Gesellschaft, die sich in den letzten zehn Jahren mehr und mehr vor der Welt verschlossen hat, und wie sehr die Einschnitte, die wir auf dem Weg zurück machen müssen, weh tun werden.

Elskede

Elskede

„Kan du ikke se / Du er en lille smule fortabt / For gårsdagen gik / Og du valgte ikke, at gå med / Ulykkelige menneske / Kom igen / Lad regnen falde tungt / På mit forvirrede, trætte hoved / Send mig derefter hjem / Med et blid, eftertænksomme kys på min kind / Ulykkelige menneske / En fod foran den anden / Det her, det kommer til at gøre ondt / Men som alt andet / Vil det går over igen“ (Ildsjael)

„Kannst du nicht sehen / Du bist ein klein wenig verloren / Denn das Gestern ging / Und du hast beschlossen, nicht mitzugehen / Unglücklicher Mensch / Komm zurück / Lass den Regen / Schwer auf meinen verwirrten, müden Kopf fallen / Schick mich danach nach Hause / Mit einem sanften, nachdenklichem Kuss auf mein Kinn / Unglücklicher Mensch / En Fuß vor den anderen / Das hier wird wehtun / Doch wie alles andere / Wird es vorüber gehen“ (Flammende Seele)

Berlin

Berlin

Zwischen radiotauglichen Melodien und einer fast schon Nick Caveartigen Intensität zaubert Anders Thranes Band ein Klanguniversum, das, angeführt von der akustischen Gitarre, mit einem Kontrabass, Streichern und Trompeten, versucht, diese meist zarten und poetische Texte in Zaum zu halten. Doch immer wieder versuchen Thranes rotzfreche Lyrics, gewaltsam aus diesem Käfig auszubrechen.

„Jeg vil slå ihjel / Brænde mig på Helvedes tårnhøje flammer / Send Helvedes hundene efter mig / De kan komme an / Ja, ja, ja de kan“ (En Verdenskrig)

„Ich will töten / Mich verbrennen an den turmhohen Flammen der Hölle / Hetze die Höllenhunde auf mich / Sie sollen kommen, wenn sie wollen / Ja, ja, ja, lass sie nur kommen“ (Ein Weltkrieg)

So heißt es in En Verdenskrig (Ein Weltkrieg), dem Albumopener. Und wenn es falsch ist, das richtige zu tun, dann liegt er eben verdammt nochmal falsch. Doch weiß er eine Schar von Menschen hinter sich, die sich mit dieser Gesellschaft nicht mehr abfinden wollen, die sie so nicht mehr hinnehmen wollen. Eine Gesellschaft, die sich dem Hass und der Angst verschrieben hat, die Kirchen von Polizeieinheiten stürmen lässt, um die Opfer, die Flüchtlinge des Krieges, den sie führt, abzuschieben; eine kranke und egoistische Gesellschaft, die Verblendet ist von einer Wut auf das Unbekannte, auf das, was nicht in ihre Welt passt.


(Die dänische Polizei geht in der Nacht zum 13. August 2009 gegen die Menschen vor, die gegen die Abschiebung von irakischen Asylanten demonstrieren, die in einer Kirche Unterschlupf gefunden haben. Ekstra Bladet ist ein dänisches Pendant zur BILD)

Et Samfund

Et Samfund

„Et samfund der forstår at pille mennesker ned / Trampe på poeter / Og gør forbrug til essensen af dit jeg / Skam kan være sådan / Et fattig ord / Jeg er doppelmoralsk / Tænker tomme tanker af angst / Tænk hvis jeg bliver nød til at forholde mig / Til andet end mig selv / Jeg tror jeg ville dø af kedsomhed / Jeg ville dø“ (Kaotikum)

„Eine Gesellschaft, die sich darauf versteht, Menschen herunterzumachen / Auf ihren Poeten rumzutrampeln / Und Verbrauch zur Essenz deines Seins zu machen / Scham kann so ein armseliges Wort sein / Ich bin doppelmoralisch / Denke aus Angst leere Gedanken / Stell die vor wenn ich mich zu etwas anderem verhalten müsste / Als zu meinem eigenen Ich / Ich glaube, ich würde vor Langeweile sterben / Ich würde sterben“ (Kaotikum)

Am Besten ist Anders Thrane aber, wenn er sich in poetische Höhen schwingt, ob er jetzt das Ende der Welt beschreibt wie in Blaat Lys (Blaues Licht) oder ob er, wie in 21 Minutters Solopgang (21 Minuten Sonnenaufgang), dem Neuen huldigt.

BOOMMM!!

BOOMMM!!

„Blåt lys / Lad englene fryse og guderne synge deres allersidste sang / Blåt lys / Lad blodroserne falme og vis mig tilrette / Før det er for sent” (Blaat Lys)

„Blaues Licht / Lass die Engel frieren und die Götter ihr allerletztes Lied anstimmen / Blaues Licht / Lass die Blutrosen welken und weise mich zurecht / Bevor es zu spät ist“ (Blaues Licht)

Anders Thrane schließt diesen letzten Pakt mit seinem Zuhörer, den Pakt, dass wir niemals aufgeben, dass wir für eine andere, eine gerechte Gesellschaft kämpfen. Vielleicht ist eine andere Welt ja wirklich möglich

„Kan du huske, hvad du sagde? / Når jeg bliver stor / Så bliver verden min en skønne dag“ (21 Minutters Solopgang)

„Kannst du dich daran erinnern, was du sagtest? / Wenn ich groß werde / Dann wird diese Welt eines schönen Tages meine sein“ (21 Minuten Sonnenaufgang)

Anders Thrane Myspace

Cody-releaseparty im Huset i Magstræde, 12.9.2009

Der Winter in Kopenhagen ist nass, der Frühling weckt auch keine großen Hoffnungen, der Sommer ist meist, bis auf sieben, acht Wochen, eine Zumutung. Nur der September gibt einem noch mal die Lust aufs Leben, bevor man sich endgültig daheim verkriecht, um auf das nächste Jahr zu warten.

Huset i Magstræde im Herzen Kopenhagens hat sich diese Tage nochmal schick gemacht. Vor dem Café im Parterre ist der rote Teppich ausgerollt. Tuborg und Pilsener Urquell gibt es gratis für das durstige Publikum, das sich schon jetzt, am Nachmittag eines spätsommerlichen Tages, hier einfindet und es sich in den Sofas und auf der Treppe gemütlich macht, um mit Cody die Veröffentlichung ihres ersten Longplayers Songs zu feiern.

Auftakt

Kristoffer August und Andreas Fuglbæk von August & The Red Apples

Kristoffer August und Andreas Fuglbæk von August & The Red Apples

Während der Frontmann Kasper Kaae von Grüppchen zu Grüppchen eilt, um Hände zu schütteln, Glückwünsche entgegenzunehmen und sich auf die Schulter klopfen zu lassen, stimmen Kristoffer August und Anders Fuglebæk von August & The Red Apples ihre Gitarren, um Kaaes Meet and Greet musikalisch zu begleiten – „Adventurous / We´re babies hungry for it all / Life and love“, ein neue Platte, als Nachfolger von der wundervoll verträumten From Under The Sun ist noch für dieses Jahr geplant.

Nach einer Handvoll halbakustisch vorgetragenen Liedern, köpft Kaae eine Flasche Champus (In Dänemark wird jede Form von Sekt Champagner genannt) und bittet das Publikum, eine gelungene Mischung aus Fans, Freunden und Journalisten, sich doch langsam auf den Weg ins musikcaféen in der dritte Etage zu machen, wo erst Cody performen soll, um danach die Bühne für einige andere Bands freizugeben, die Coverversionen und Remixe der Songs präsentieren.

Hauptgang
Es ist das fünfte Mal, dass ich Cody dieses Jahr live sehe und ich habe mir geschworen, dass es vorerst das letzte Mal gewesen sein soll. Doch noch nie waren sie so gut, wie an diesem Abend! Um halb Acht neben Come On Die Young die Bühne ein und nach gerade einmal einer halben Stunde und fünf Songs hinterlassen sie, ohne Zugaben zu spielen, ein restlos begeistertes Publikum.

Line Felding von Cody

Line Felding von Cody

Schon das erste Lied, Another Year, wirkt so intensiv und nachhaltig, wie noch nie zuvor: „Honesty / We lost in in the Poetry / Hanging from the tree / Still we crawl / Into Catastrophe / To be happy”. Was immer die Worte auch bedeuten mögen, aus Kaaes Mund wirken sie prophetisch und bedeutungsschwer. Der Harmoniegesang bewirkt den Rest und was am verblüffendsten ist: Sie reden miteinander! In der letzten Zeit wurde oft darüber gesprochen, dass Cody nicht mehr als eine Begleitkapelle für Kasper Kaaes Ego sei, doch was sie heute auf der Bühne zeigen, zeugt von einer homogenen Band, die einfach Lust hat, zusammenzuspielen und das Publikum zu unterhalten. What She Sees ist von der EP bekannt ebenso wie das dritte Lied Make Your Return, welches laut Setlist eigentlich Catch The Straw sein sollte, aber „Setlist? Setlists sind überschätzt“, wie der Drummer weiß. Die letzen beiden Lieder Ever Go und A Crime, die etwas aus dem Rahmen des Albums fallen, von denen das Musikmagazin Gaffa aber merkwürdigerweise schreibt, dass sie „[…] ideelle Stellen für neue Zuhörer zum anfangen“ seien, reihen sich nahtlos ein und beschließen Codys kurzen Auftritt.

Nachschlag

Troels Høegh von The Ondt and the Gracehoper

Troels Høegh von The Ondt and the Gracehoper

Hier nach betreten Twins Twins die Bühne, die ihre Débutplatte Until Dawn am 12. Oktober auf die Welt loslassen. Da die Welt dadurch aber nicht unbedingt eine bessere wird, verbringe ich die Zeit damit durchzuatmen und mir ein Bier zu besorgen, komme hier ins Gespräch mit einem Mann namens Anders Thrane. Auch seine erste Platte, Ildsjaelen, erscheint dieser Tage; am 15. Oktober ist Releasparty in Operaen in Christiania.

Weitere Bands an diesem Abend waren Hellraiser Ten mit einem etwas durchwachsenen Elektromix von Comfort & Rage, Noice von den Highway Child, die schwermetaller von The Psyke Project und noch mehr Elektronik von My Name is Legion. Sehr guten Anklang fand Codys Co–Producer Troels Høeghs Band The Ondt and the Gracehoper – deren myspace-Seite einem jeden Leser ans Herz zu legen ist – mit einer formidablen Coverversion von Your Window: „Half the way we´re good with the wind / The rest of it / We´re blown / Blown away within“.

Um kurz nach zehn verstreut sich das Publikum in alle nächtlichen Himmelsrichtungen, dem kopenhagener Winter einen Tag näher, doch in dieser Nacht doch noch voller Hoffnung.